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Interview mit der Traurednerin „traulina“

Liebe Lina, wir hatten ja jetzt schon einige, freie Trauungen zusammen – es ist immer super schön, oft emotional und einmal musste ich sogar ein kleines Tränchen verdrücken.. ich weiß gar nicht, ob du das gemerkt hast…

 

Damit dich auch meine Leser ein bisschen kennenlernen, stell‘ dich doch erst einmal kurz vor und berichtige, wie du überhaupt dazu gekommen bist, freie Traurednerin zu werden.

Hallo, mein Name ist Lina. Ich bin Jahrgang 1986, eine 2017er Braut und seit letztem Jahr Mama eines kleinen Mannes. Ich lache unglaublich viel und gerne, liebe Schokolade und entspanne am liebsten bei einem Spaziergang an der frischen Luft.

Meine Liebe zu Hochzeiten wurde früh geweckt. Genauer gesagt im Jahr 2011. Denn seit meiner Ausbildung zur Sängerin (und der Hochzeit einer guten Freundin), begleite ich Trauungen musikalisch. Seitdem durfte ich das Ja-Wort sehr vieler Paare erleben. Es gab Tränen, Gefühle und Gänsehaut. Jede Hochzeit ist einzigartig genauso wie die Liebesgeschichte der Paare. Eine freie Trauung bietet den Rahmen für genau diese Einzigartigkeit. Aus diesem Grund war es mir eine Herzensangelegenheit, genau das auch meinen Brautpaaren zu ermöglichen. Nach intensiven Vorbereitungen stand mein Entschluss 2016 fest. Als (Trau-)Lina erzähle ich die (Liebes-)Geschichten meiner Brautpaare. Persönlich, liebevoll und individuell.

 

Weshalb werden freie Trauungen eigentlich immer beliebter?

Brautpaare sind frei. Also bei einfach allem! Es gibt kein Muss, keine Zwänge und keine festen Abläufe.
Zusätzlich steht diese Art zu heiraten allen Menschen offen. Egal ob gleichgeschlechtliche Liebe, Paare ohne Konfession oder mit verschiedenen Glaubensrichtungen. Nur eines gilt es zu beachten: Um vor dem Gesetz rechtlich verbundene Eheleute zu sein, ist die standesamtliche Trauung ein Muss.
In meinen Augen ist eine freie Trauung die persönlichste Art und Weise „Ja“ zu sagen.

Wie empfinden die Angehörigen und Freunde der Paare die freie Trauung? Sind eher skeptisch gegenüber dieser Form der Eheschliessung?

Das ist bunt gemischt und reicht von großer Neugierde über totale Vorfreude, bis hin zu Zurückhaltung und Skepsis. Oft steckt hinter dieser Skepsis schlichtweg die Angst, dass eine freie Trauung weniger festlich sein könnte oder den Akt der Eheschließung nicht genug würdigt. Ich bin mir aber sicher, dass eine auf das Paar abgestimmte Trauzeremonie jeden Skeptiker vom Gegenteil überzeugt.

Wie findet das Hochzeitspaar den für sie richtigen Trauredner/Traurednerin?

Bevor sich ein Brautpaar für einen Redner entscheidet, muss erst einmal jemand „zur Auswahl“ stehen. Für diese erste Selektion eignen sich zum Beispiel Suchmaschinen, die Plattform Zeremonienleiter.eu oder Hochzeitsportale samt Dienstleisterverzeichnis. Zusätzlich  können Empfehlungen von Freunden, Familienmitgliedern, Bekannten oder weiteren Dienstleistern, wie Hochzeitsfotografen, eingeholt werden.
Nun wurde im besten Fall eine kleine aber feine Auswahl getroffen. Jetzt geht es darum die Auswahl einzugrenzen. Dafür können unter anderem die Social-Media Kanäle und die Homepages der Redner genauer unter die Lupe genommen werden. Paare gewinnen so ganz leicht einen ersten Einblick bezüglich des Schreibstils und der Arbeitsweise. Sobald das Brautpaar seine Auswahl eingegrenzt hat, geht es ans Kontaktaufnehmen, um ein unverbindliches, kostenloses Kennenlernen zu vereinbaren.

„Lass uns zusammen Geschichten erzählen“

Kennenlerngespräche sind für beide Seiten unglaublich wichtig. Schließlich soll die Chemie zwischen Paar und Redner stimmen. Im Anschluss heißt es eine Entscheidung zu treffen. Hier lautet meine Empfehlung an alle Brautpaare: Hört auf euer Bauchgefühl.
Egal wie die Entscheidung letztlich aussieht, eines kann ich vorab versprechen: Mit den Vorbereitungen startet eine spannende Zeit. Währenddessen dürfen Paare über Fragen nachdenken, die im Alltag oftmals untergehen. Deshalb gilt es die gemeinsame Vorbereitungszeit zu genießen!
Noch mehr zu dieser schönen, freien Trauung findet ihr hier

Welche Rituale können bei der freien Trauung mit eingebunden werden?

Wie heißt es so schön: Phantasie ist grenzenlos. Dasselbe gilt für Rituale. Denn sie können grenzenlos abgewandelt und auf das jeweilige Brautpaar angepasst werden.
Ein paar Beispiele aus vergangenen Trauungen möchte ich gerne nennen: Zwei Pferdefreunde durften ein Hufeisen beschriften, zwei Gourmets ihre Brotzeitbretter mit einer Gravur versehen, zwei Weltenbummler haben eine Landkarte mit ihren bisher bereisten Zielen ergänzt und bei einem Paar, dass in einer Kneipe namens „Treibhaus“ zusammenkam, haben wir während der Trauung ein kleines Treibhaus alias Gewächshaus mit Pflanzen bestückt, welche die Trauzeugen vorbereitet hatten.

Welches war dein schönster Moment bei einer freien Trauung?

Das ist eine sehr schwere Frage. Denn jede Trauung hat besondere und wunderschöne Momente. Wenn ich mich festlegen muss, dann fällt meine Wahl auf eine Trauung im August 2017. Der Bräutigam hat mir vorab verraten, dass es nach der standesamtlichen Trauung am Vortag, zu einem kleinen Familienzwist kam. Kurz gesagt: die Stimmung war angespannt. In der Begrüßung habe ich diese Tatsache beim Namen genannt, um gleichzeitig zu sagen: „Heute ist ein neuer Tag, und zwar ein besonderer. Deshalb lasst uns die Liebe dieser wundervollen Menschen feiern, und alles andere hinter uns lassen.“
Es war spürbar, wie sich die Stimmung während der Trauung änderte und ins Gegenteil umkehrte. Es war magisch und hat mir gezeigt, welche Wirkung die richtigen Worte und eine persönliche Zeremonie haben.
Noch mehr von der freien Trauung mit Nina und Benni findet ihr hier

Liebe Lina, ich danke dir für das tolle Interview und freue mich schon auf die nächsten Trauungen mit dir!