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Heute gibt’s ein spannendes Interview und zwar mit Ümit Uzun, CEO von CHARTERBAR Yachting. Ümit und ich kennen uns gefühlt schon ewig, haben uns aber jahrelang aus den Augen verloren. Erst durch das FOS-Praktikum meines Sohnes Jonas, kamen wir wieder in Kontakt. Jonas war mit Ümit, neben der Arbeit im Büro in Würzburg, auch auf Messen in Kroation und Deutschland mit dabei und fand die Branche super spannend! Ein Yachturlaub ist aber auch wirklich etwas ganz Besonderes!  Mittlerweile durfte ich schon mehrmals Ümit und seine Crew fotografieren. Auch Ümit’s Frau Steffi arbeitet mit im Team. Die Fotos wurden u.a. im Charterbar Yachting Magazin abgedruckt, das freut mich immer noch mega! Echt verrückt, dass sich so unsere Wege wieder gekreuzt haben!

 

Alle die dich noch nicht kennen lieber Ümit, denen stell dich doch bitte erst einmal kurz vor!

Hallo Alex! Vorab – vielen Dank für Deine Einladung.

Mein Name ist Ümit Uzun. Ich bin türkischstämmiger Deutscher und bin bereits hier geboren. Nach meiner mittleren Reife habe ich eine Lehre als Bankkaufmann gemacht. Nach 5 Jahren hinter dem Schalter habe ich gekündigt um meine Leidenschaft Wellenreiten und Windsurfen ausleben zu können. Ich bin für ein paar Monate nach Südafrika und war dort jeden Tag auf dem Wasser. Später habe ich verschiedene Berufe ausgeübt. Ich war zum Beispiel mehrere Jahre Fitnesstrainer und sogar für einige Monate als Dachdecker angestellt. Aber dann habe ich gemerkt, dass meine Leidenschaft vor allem Sport und Reisen sind. Ich habe daraufhin meine erste Firma „Hot Spot Tours“ gegründet, bei der ich individuelle Sportreisen veranstaltet habe und jeweils als Reiseleiter mit dabei war. Ich war also Surflehrer, Mountainbike Guide, Snowboardlehrer und Skipper auf den Segelyachten, usw. Dann habe ich mit 29 Jahren meine heutige Frau kennengelernt. Wir haben kurz darauf geheiratet und eine wundervolle Tochter bekommen. Nach 7 Jahren Hot Spot Tours erhielt ich dann die Chance in einer renommierten Yachtcharter Agentur, eine Führungsposition einzunehmen. Der Job war verlockend und ich sah die große Chance, nicht immer auf Reisen sein zu müssen und meine Rolle als Familienvater besser ausleben zu können. Ich nahm den Job an und arbeitete mich 5 Jahre lang hoch, bis ich im Jahr 2016 auf die Suche nach ein paar Investoren ging, um meine eigene Yachtcharter Agentur CHARTERBAR Yachting gründen. Tja – und da bin ich jetzt. Wir sind inzwischen zu sechst, haben unserer Sitz in Würzburg und vermitteln erfolgreich die Schiffe unserer weltweit ansässigen Partner an Kunden aus dem deutschsprachigen Raum.

Auch bei euch ist es aktuell durch die Corona Krise natürlich sehr ruhig. Wie nutzt ihr die Zeit für euch als Charterbar Yachting aber auch gemeinsam als Familie?

Ich muss zugeben, dass ich gerne viel arbeite. Das liegt natürlich daran, dass ich meine Arbeit liebe. Aber CORONA hat bei mir dazu geführt, dass ich tatsächlich die Schlagzahl noch mal um einiges erhöht habe. Nicht weil ich Angst habe, dass wir es nicht überleben, wenn wir nicht wie verrückt arbeiten. Nein – ich bin der Meinung, dass in jeder Kriese auch eine große Chance verborgen liegt. Man sieht diese Chancen nicht immer gleich und doch sind sie da. Um nach der Kriese zu den  „Gewinnern“ zählen zu dürfen, muss man diese Chance finden und NUTZEN! Wir haben zum Beispiel unseren medialen Content verdoppelt. Das heißt, dass wir jeden Freitag einen YouTube Film veröffentlichen, Mittwochs immer LIVE auf YouTube eine Sendung haben, Dienstags und Samstags einen Audio Podcast online schalten, Mittwochs einen Newsletter versenden und alle 2 Wochen einen Blogbeitrag veröffentlichen. Dadurch, dass ich mein starkes Team in erster Linie um die Kunden kümmert, kann ich allein all diese Marketingprojekte selbst stemmen. Wir sitzen alle im Homeoffice und haben unsere regelmäßigen Skype Calls, in denen wir die Vorgehensweisen und einzelnen Umbuchungsfälle durchgehen. Alle Kunden müssen aktuell umgebucht werden. Jeder Fall wird von uns einzeln und individuell angepackt. Das ist wirklich eine Mammut Aufgabe. Bei wirklich besonderen und aufgrund der aktuellen Lage, komplizierten Fälle, werde ich mit eingebunden.

Als Familie genießen wir die Tatsache, zusammen zu sein. Klar – auch hier gibt es Herausforderungen wie zum Beispiel die geschlossenen Schulen. Aber wir sehen eher die Vorteile. Ich kann wunderbar von zu Hause aus arbeiten und bin immer da auch wenn ich im Büro bin. Und wenn es nur der gemeinsame Kaffee für ein paar Minuten ist. Es ist wunderbar, seine Familie an seiner Seite zu haben. Das Wetter ist auch schön. Das heißt, dass wir viel Zeit im Garten verbringen, zusammen an unserer Außenküche am Grill stehen und ausgedehnte Spaziergänge mit unserem Hund machen. Viele fragen mich, wie man das alles unter einen Hut bekommt. Wenn ich dann sage, dass mein Tag um 5:00 Uhr morgens beginnt und ich Nachmittags bereits meine wichtigsten Dinge erledigt habe, ist es eher verständlich. Ich war nicht immer ein Frühaufsteher aber ich habe vieles in meinem Leben in den letzten Jahren angepasst und es fühlt sich großartig an.

Das hört sich ja wirklich nach einem produktiven und ausgefüllten Tag an!

Wir hoffen aber trotzdem natürlich alle, dass wir bald auch wieder reisen können! Erzähl doch mal, wie so eine Charterbuchung abläuft.

Nun, der Ablauf hört sich erst mal recht simpel an. Wenn Du einen Urlaub auf einer Segelyacht oder einem Motorboot machen möchtest. Egal ob Du das Schiff selbst fahren kannst oder einen Kapitän (Skipper) dazubuchen möchtest, meldest Du Dich bei uns. Wenn Du nicht schon genau weißt was Du möchtest oder Dir Dein Schiff sogar schon über unserer Website ausgesucht hast, beraten wir Dich und bieten Dir am Ende eine Auswahl an Yachten an, die Deinem Wunschprofil entsprechen. Eine Yacht für 6 Personen kostet im Durchschnitt pro Woche zum Beispiel nur 2.800,-€. Wenn Du Dich dann für ein Schiff entschieden hast, buchen wir das für Dich bei dem Vercharterer ein. Der Vertrag kommt also zwischen dem Kunden und dem Anbieter der Yacht zustande. Wir als Agentur sorgen dafür, dass Du einen guten Vercharterer bekommst, dass alles bürokratische glatt über die Bühne läuft und wir bleiben Dein Ansprechpartner für diese Charter, bis zu wieder zurück bist. Alles läuft über uns als Mittelsmann. Der Kunde zahlt für diesen Service nichts. Wir erhalten für die erfolgreiche Vermittlung eine Provision vom Anbieter der Yacht. Der Vorteil des Kunden liegt auf de Hand: Es gibt grob 20.000 Charteryachten weltweit, die von hunderten von Anbietern zur Miete angeboten werden. Aber wer ist gut, was soll der Kunde buchen und was ist, wenn es mal ein Problem gibt? Eine gute Charteragentur ist für den Kunden da und hilft auch bei Meinungsverschiedenheiten oder Problemen. Auch jetzt lassen wir die Kunden wie gesagt mit der Pandemie nicht allein, sondern vermitteln zwischen den Parteien, bis eine Lösung gefunden ist.

Du hast ja auch einen ganz tollen YouTube Channel! Um was geht es in deinen Videos?

Der YouTube Kanal ist ein richtiges Standbein geworden. In der Reihe „Revierinformationen auf den Punkt gebracht“ stellen wir die Reviere dieser Welt aus der Sicht des Charterkunden vor. Worauf muss man achten, welche Bestimmungen gelten dort, welche tollen Buchten sollte man ansteuern und sind die nautischen Bedingungen, etc. In einer weiteren Playlist „Frag doch Charterbar“ gehen wir auf spezielle Yachtcharterspezifische Fragen ein. Hier geht es um Charterversicherungen, Tipps, Brancheinfos und mehr. Dann haben wir noch unsere Reisetagebücher, bei denen wir Kurzfilme über die Erlebnisse präsentieren, die ich auf meinen eigenen Charterreisen erleben durfte. Ich reise immer wieder selbst zu den Partner, chartere mir ein Schiff und mache mir mein eigenes Bild von dem Revier. Diese Filme laden zum träumen ein. Als letztes gibt es dann noch richtige Filmproduktionen, die wir hin und wieder in Angriff nehmen. Diese Filme werden dann von unserem Filmpartner aufwändig produziert. Diese Streifen nehmen einen immer auf eine „Reise“ mit…

Ich liebe ja deinen Imagefilm „Das Meer, mein Vater und ich“ Keine Ahnung, wie oft ich ihn mir schon angeschaut habe! Wie kam es denn überhaupt dazu?

Das ist eine gute Frage. Durch Zufall bin ich mit unserem heutigen Filmpartner zusammengekommen. Philipp war (und ist immer noch) unser Charterkunde und professioneller Filmemacher mit einer eigenen Firma. Als sich dann noch herausstellte, dass seine Frau und ich uns kenne aber seit über 25 Jahren nicht mehr gesehen hatten, war die Freude umso größer. Die Idee war eigentlich erst nur die, dass mich ein Kamerateam auf einen Segeltörn zu den Malediven begleiten sollte, um die Tagebuchaufnahmen dort zu machen. Später schlug Philipp vor, einen Imagefilm zu produzieren. Die Vereinbarung war, dass ich ihn einfach machen lassen würde. Wir drehten auf den Malediven, im Büro, bei uns zu Hause und machten ein über zwei stündiges Interview, bei dem ich den Jungs mein ganzes Leben erzählte. Auf dem Malediventrip war auch mein Vater mit dabei. Ich hatte es schon irgendwie im Gefühl, wohin die Reise mit dem Imagefilm führen würde, aber als ich das Ergebnis sah, verschlug es mir tatsächlich erst einmal die Sprache. Unter einem Imagefilm hatte ich mir offen gesagt etwas völlig anderes vorgestellt. Ich war begeistert!

 

Dein Trailer zu deinem neuen YouTube Film „Segeln auf einem echten Ocean Racer – als Chartersergler auf einer der härtesten Regatten der Welt“  habe ich natürlich auch schon gesehen und bin natürlich jetzt super gespannt auf den restlichen Film!

 

 

Allein vom Anschauen des Films wird mir schon ganz schlecht 😉 Wie war dieser unglaubliche Törn für dich?

Dieses Erlebnis hier zu beschreiben, würde tatsächlich den Rahmen sprengen. Auch hier war wieder Philipp am Werk. Der Film beantwortet Deine Frage besser als ich es mit Worten je könnte. Ich liebe das Meer und diese Leidenschaft hat mich immer begleitet. Auf einer solchen Yacht war ich jedoch noch nie. Unbeschreiblich, wenn man auf einem 6,5 Mio Euro teuren Carbonschiff über das Wasser peitscht, bei dem es nur um Geschwindigkeit geht.

Hier ist der Film in voller Länge für Euch:

 

Nachdem du ja schon viel gesehen und besegelt hast 😉 Welches ist eigentlich dein absolutes Lieblingsrevier?

Bei dieser Frage tue ich mich immer sehr schwer. Ich habe für mich erfahren, dass jedes Revier wunderschön ist. Immer auf seine eigene Weise. Die Karibik ist nicht unbedingt schöner als das Mittelmeer und umgekehrt. Ich habe aber eine spezielle Verbindung zu dem Revier in der Türkei. Ich bin bereits zu Hot Spot Tours Zeiten hier sehr viel gesegelt, habe die ersten Törns mit meiner Frau hier nur zu zweit auf einem Schiff gemacht und habe viele Freunde vor Ort. Das Wasser ist traumhaft, der Wind weht zuverlässig und das Essen liebe ich auch dort. Also wenn Du mich so direkt fragst, dann muss ich wohl mit Türkei antworten…

Lieber Ümit, vielen Dank für dieses tolle Interview. Ich bin gespannt, auf weitere, tolle Projekte von und vielleicht auch mal wieder mit dir! Und na klar, ein Segeltörn steht auch noch aus, falls mich der Mut dazu nicht verlässt!

Ich habe passend zu dem tollen Interview mit Ümit noch einen tollen Tipp für dich und zwar den Törnführer Mittelmeer“

Du erhälst hier alle 18 Seegebiete im Jahres-Abonnement inkl. aller PDF-Dateien zum Downloaden.

Noch weitere, spannende Interviews findest du HIER.

Viel Spaß bei deinem nächsten Segeltörn!

Eure Alex

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Fotos: Alexandra Feitsch / Charterbaryachting