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Im Interview mit Nadine von n’elements Yoga und wie du in der Corona-Krise entspannt bleibst!

Nadine von n’elements Yoga ist für mich ehrlich gesagt nicht die typische Yogalehrerin. Nadine hat sich von tollen Yogalehrern aus- und weiterbilden lassen, geht aber doch sehr ihren persönlichen Weg. Seit unserem gemeinsamen Shooting für Nadine’s Website/Werbung sind wir immer wieder in Kontakt und treffen uns auch mal zum „Schnacken“ am „Main-Mäuerle“ in Karlstadt. Wie mir das fehlt in dieser Zeit – mit lieben Menschen einfach einen Hugo trinken.. aber ja, die Zeiten werden hoffentlich auch wieder kommen. Aber jetzt erst einmal zurück..denn mit Nadine durfte ich ein tolles Interview führen, auch wie wir gerade jetzt in diesen Zeiten entspannt bleiben!

Liebe Nadine, toll, dass wir dieses Interview zusammen machen. Stell‘ dich doch einfach erst einmal kurz vor!

Ich bin Nadine, Yogalehrerin und allem voran Yogaschülerin aus Leidenschaft. Meine erste Yogastunde ist so lange her, dass ich gar nicht mehr genau weiß, wann das war. Ich bin ziemlich skeptisch dort hingegangen und fand das alles auch erst einmal irgendwie schräg. Genauer gesagt hat mich meine Familie dazu überredet und so haben mich mein Papa und meine Schwester zu ihrer Yogalehrerin mitgenommen. Die Stunde wurde von einer wunderbaren Yogalehrerin geleitet, die es verstanden hat mich langsam aber stetig an das Thema heranzuführen. Und so habe ich dann nach weiteren Kursen bei verschiedenen Lehrern 2015 meine erste Ausbildung absolviert. Weitere Aus- bzw. Weiterbildungen sind gefolgt, so dass ich mittlerweile auf insgesamt über 600 Stunden zurückblicken kann. Ich wurde von wunderbaren Lehrern (Liliana Laxmi & Sathya Prem, Mirjam Wagner & David Lurey, Helga Baumgarter & Pema Wangchen) unterrichtet, für mich die Besten überhaupt. So gebe ich mittlerweile wöchentlich Kurse in Main-Spessart & Würzburg. Meine Stunden sind geprägt von energetisch-forderndem Hatha-Vinyasa Yoga sowie ruhigen, lang gehaltenen Asanas aus dem Yin Yoga.

 

Hast du als Yogatrainerin denn Tipps und Übungen, wie wir in der Coronakrise aktiv und gleichzeitig entspannt bleiben können

Ich finde es aktuell besonders wichtig, dass wir in unserer Mitte bleiben und Ruhe bewahren. Uns wurde quasi gerade eine Art Zwangspause verordnet, soziale Kontakte finden im bisherigen Stil nicht mehr statt… So sehe ich es schon auch als Chance, dass wir die Zeit nutzen, um Akzeptanz, Vertrauen und Mitgefühl zu kultivieren und um in uns hineinzuschauen. Welche Gedanken sind da und was möchte gerade gesehen werden? Das fällt vielen von uns schwer – wenn wir selbst zur Ruhe kommen, werden innere Stimme, Gedanken und Geist oft ziemlich laut.

„Es geht nun darum, es mit uns selbst auszuhalten. „If you cannot go outside – go inside.“ war in den vergangenen Tagen ein Post bei Facebook, treffender kann man es nicht sagen, oder?“

Ja, ich verstehe total, was du damit meinst! Ich gehe aktuell jeden Tag joggen und danach noch mit unserem Hund Oskar „Gassi“. Das hilf mir, Ruhe zu bewahren und einfach entspannt zu bleiben. Vielleicht behalte ich die Routine tatsächlich bei, wirklich jeden Tag laufen zu gehen, auch wenn die Coronakrise (hoffentlich bald!!) wieder vorbei ist…

 

Was mir persönlich gerade sehr hilft ist meine eigene Morgenpraxis – ich übe jeden Morgen Yoga, aktuell aber noch bewusster als sonst. Meine Morgenpraxis besteht aus Atemübungen, Asanas (Körperübungen) und einer Endentspannung bzw. Meditation. Gerade wenn ich mich unruhig fühle helfen mir die Körperübungen, mich wieder zu spüren. Hierbei ist besonders der Atem wichtig, denn er bringt mich in die Verbindung zu mir selbst. Yoga heißt übersetzt auch Verbindung.

 

Es ist also erst einmal ganz egal, ob man schon Yogaerfahrung hat oder nicht. Unser Atem kann uns allen helfen, wieder zur Ruhe zu kommen. Sitze aufrecht oder lege Dich anfangs mal flach auf den Boden, die Hände sanft auf Deinen Bauch und spüre wie Dein Atem den Bauch sanft hebt und senkt. Wenn Du mit Deiner Konzentration bei Deiner Atmung bleibst, wirst Du mehr und mehr zur Ruhe kommen. Die Gedanken kommen weiterhin…aber Du lässt sie weiterziehen indem Du Deine Aufmerksamkeit immer wieder auf die Atmung richtest, ihn beobachtest ohne ihn kontrollieren zu wollen.

 

Was auch immer sehr beruhigend wirkt, ist ein Spaziergang in der Natur – für mich eine unheimlich schöne Methode trotz Bewegung zur Ruhe zu kommen. Es ist jetzt an uns allen herauszufinden, was uns gut tut. Aktiv bleiben ohne das breite Angebot, das uns sonst zur Verfügung steht und zur Ruhe kommen, immer wieder bei uns selbst ankommen.

 

Welche Ratschläge würdest du jemandem geben, der mit Yoga anfangen möchte?

Ganz einfach: Bleib‘ neugierig und probiere es einfach aus. Es gibt so viele unterschiedliche Yogastile, dass jeder von uns den am besten für sie/ihn geeigneten und auch den passenden Lehrer finden kann. Es gibt wirklich fordernde Stile aber auch ruhige und entspannende. Yoga kann man nicht beschreiben, man muss es erfahren. Oft braucht es auch ein bißchen Zeit, bis man sich darauf einlassen kann. Yoga ist eine Reise zu sich selbst und dafür sollte man einfach auch bereit sein. Manche packt es sofort, andere erst beim zweiten oder dritten Anlauf. Deshalb…bleib neugierig, probiere verschiedene Stile und auch verschiedene Lehrer aus. Ich bin davon überzeugt, dass es für jeden von uns den richtigen Yogastil und auch den richtigen Yogalehrer gibt.

Wichtig finde ich, ganz egal ob Anfänger oder Fortgeschritten:

„Vergleiche Dich nicht, komm´ weg vom Bewerten oder gar Verurteilen, übe für Dich und nicht weil Du anderen etwas beweisen willst oder weil Yoga vielleicht gerade „hip“ ist.“

 

Ihr seid ja ein richtiges Yoga-Couple – deine Freund und du 😉 Wie hat Yoga denn dein/euer Leben bisher beeinflusst?

Da muss ich schmunzeln…“ein richtiges Yoga Couple“.

Ja, das seid ihr für mich!

Nico hat schon einige Zeit Yoga praktiziert, bevor wir uns kennengelernt haben, anfangs hauptsächlich als physischen Ausgleich zur täglichen Arbeit als Schreibtischtäter. Im Laufe der Zeit hat sich dann auch bei ihm der geistige und seelische Aspekt, der mit den körperlichen Fortschritten und nicht zuletzt der Endentspannung zum Schluss jeder Stunde einhergeht, eingestellt. Mittlerweile hat auch er schon verschiedene Stile und Lehrer ausprobiert und tut das auch immer wieder mal mit mir zusammen.

Tatsächlich schätze ich sehr, dass er versteht was ich tue und warum ich es tue. Ich bin oft unterwegs, um mich weiterzubilden und meine Stunden zu geben, das trägt er zu 100 % mit. Schön ist natürlich auch, dass er regelmäßig mit in meine Stunden kommt und mir auch absolut ehrliches Feedback gibt. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar.

Wenn ich es für mich auf den Punkt bringen soll:

„Yoga hat meinem Leben mehr Tiefe gegeben und ich spüre sehr oft eine ganz tiefe Dankbarkeit für das was ich tue und auch für alles was ich habe“

 

Herzlichen Dank Nadine, für dieses tolle Interview!